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  Teilprojekte  “Gender in Bildung” (01.07.2006-31.12.2007)

Der Kooperationsverbund „Einstieg und Aufstieg“, der vom Europäischen Sozialfonds und dem Land NRW gefördert wurde, verband Theorie und Praxis des Gender Mainstreaming.

 

Der theoretische Rahmen wird vom DGB-Bildungswerk NRW eingebracht: Es wurden 5  Veranstaltungen mit Fortbildungscharakter zu verschiedenen Bildungseinrichtungen vom Kindergarten bis zur  Altenakademie durchgeführt. Ziel war es, Praktiker mit handhabbarem Wissen zu Veränderungen in der täglichen Praxis auszustatten.

Der Maßnahmenträger RE/init e.V. brachte über das Berufskolleg Königstraße und das Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung Erfahrungen beim (Wieder-)einstieg von Frauen in den Beruf ein: Frauen mit Kindern sollte eine Erstausbildung oder ein beruflicher Wiedereinstieg ermöglicht werden.

Die B3 - Beyrow Business Beratung bot eine Seminarreihe für Frauen an, die in Führungspositionen sind oder diese anstreben. In dieser Fortbildung werden fachliche und persönliche Kompetenzen erweitert.

 

 

Marit Rullmann, M.A., DGB-Bildungswerk NRW. e.V.                                                
Regionen stärken Frauen! Welche Rolle spielt das Geschlecht bei der Berufswahl?


Traditionell ist das Ruhrgebiet die Region in Deutschland mit der niedrigsten Rate erwerbstätiger Frauen: 46%, im Bundesdurchschnitt sind es ca. 60%. „Vor Kohle“ durften nur Männer arbeiten – und Stahl „kochen“ war ebenfalls Männersache.
Und heute? „Neue Energie“ und „Chemie“ sind für die wirtschaftliche Entwicklung der Emscher-Lippe-Region wesentliche Wachstumskerne. Für die nachhaltige Entwicklung dieser Zukunftsbereiche ist es wichtig, dass alle vorhandenen Potentiale genutzt werden und  Männer und Frauen Erwerbsmöglichkeiten in den Zukunftsfeldern finden. Die Zukunftsfrage der Region ist, wie es gelingen kann, Frauen stärker in die Berufe dieser Cluster einzubinden.
Aus diesem Grund hat das DGB-Bildungswerk im Rahmen des NRW-Programms „Regionen stärken Frauen“ (gefördert mit ESF-Mitteln), zusammen mit dem Gender-Arbeitskreis* Emscher-Lippe mehrere Veranstaltungen in den Jahren 2006 und 2007 durchgeführt. Ziel war Mädchen und junge Frauen für die Naturwissenschaften insgesamt, und technische und handwerkliche Berufe zu motivieren. Möglichst früh anfangen, hieß die Devise. Deshalb wurden Erzieherinnen und Grundschullehrerinnen mit Fortbildungen und Experimentalworkshops zur gezielten Förderung des naturwissenschaftlichen Interesses der Mädchen motiviert. Denn Mädchen interessieren sich ebenso wie Jungen für naturwissenschaftliche Phänomene. Dadurch, dass Männer bislang den Technikunterricht dominieren, werden die mädchenspezifischen Interessen weniger berücksichtigt und ihnen so der Zugang zu Naturwissenschaften und Technik erschwert.


Darum ist es wichtig

  • den herkömmlichen naturwissenschaftlichen Unterricht zu verändern, denn er zementiert die Dominanz der Jungen, Mädchen z.B. brauchen mehr Methodenvielfalt.
  • den Zusammenhang von Alltagserfahrungen und naturwissenschaftlichen Unterricht deutlich zu machen.
  • Mädchen zu ermutigen und weibliche Vorbilder in den Naturwissenschaften vorzustellen.

Und wie sieht die Ausbildungssituation für Mädchen aus?

  • Obwohl Mädchen im Bereich der schulischen Qualifikation längst aufgeholt haben und die besseren Schulabschlüsse machen - haben sie schlechtere Chancen auf dem Ausbildungsmarkt.
  • Sie tendieren zur schulischen „Warteschleife“ oder ergreifen frauentypische, wenig zukunftsorientierte Berufe.
  • Viel mehr Mädchen könnten Berufe aller Qualifikationsstufen in den regionalen Zukunftsfeldern ergreifen.
  • Qualifizierte Ausbildungsplätze werden den Mädchen und jungen Frauen eher zögerlich angeboten.

Zwei Fachtagungen in 2007 fragten daher nach der Rolle des Geschlechts bei der Berufswahl: „Chemikantin und Erzieher“? thematisierte die Berufswahlorientierung nach der Sekundarstufe I: Welche Rolle spielt die Schule bei der Berufswahl – und was ist mit den Eltern? Gute Beispiele gendergerechter Berufswahlorientierung wurden vorgestellt. Insbesondere das  Beispiel der Gesamtschule Hagen-Eilpe überzeugte: Hier beginnt eine gendergerechte Berufswahlorientierung bereits im 5. Schuljahr.

Am 4. September 2007 hieß es dann „Chancen eröffnen! Berufs- und Lebenswegplanung junger Frauen in der Oberstufe.“ Fragestellungen waren hier u.a.:

  • Wie hat sich die Berufs- und Lebenswegplanung von Mädchen in der Oberstufe gewandelt?
  • Wie prägen biographische Einflüsse die Entscheidungen bei der Berufsplanung?
  • Wie kann schulische Berufsorientierung konkret aussehen und wie ist ihre didaktische Wirksamkeit?
  • Welche neuen Anforderungen stellt der Strukturwandel im Hochschulbereich an die Berufswahlorientierung?
  • Welche konkreten Ansätze gibt es, junge Frauen für einen naturwissenschaftlich-technischen Berufsweg zu begeistern? Was ist das „Ada-Lovelace-Programm?

Nach zwei fachlichen Inputs konnten die Teilnehmerinnen im Rahmen der Podiumsdiskussion auch praktische Umsetzungsmöglichkeiten und regionale Angebote kennenlernen. Erprobte Konzepte und Projekte – so das Fazit - gibt es ausreichend. Was fehlt ist eine konsequente und möglichst flächendeckende Umsetzung.
Podiumsteilnehmerin war auch eine Schülerin der Klasse 11 eines Gelsenkirchener Gymnasiums  und Preisträgerin 2007 des „Mädchen-für-Technik“ Preises. Ihre Technikbegeisterung wurde im Elternhaus und durch ihre Geschwister geweckt und gefördert. In der Schule wurde sie hingegen nicht motiviert. Notwendig wären schulische Wegebegleiterinnen oder Mentorinnen, die die Mädchen möglichst früh unterstützen – und motivieren.
Diskutiert wurde der berühmte „lange Atem“, der erforderlich ist, um Änderungen bei Mädchen und Frauen hinsichtlich ihrer Berufswahlentscheidungen zu erzielen. Gefordert sind hier aber nicht nur Schule und Elternhaus, sondern auch die Wirtschaft.
Positiv bewertet wurde der Fachkräftemangel. Dies erhöhe die Chancen der Frauen, nach dem Motto „Zur Not nehmen wir auch Frauen“, wie es Gabriele Thiesbrummel, Vorsitzende der FAGEL (Frauenarbeitsgemeinschaft-Emscher-Lippe), auf den Punkt brachte.

 „Gender in Bildung“ im Rahmen des Projekts „Einstieg & Aufstieg“ im Programm Regionen stärken Frauen - in Kooperation mit dem Arbeitskreis Gender im Projekt a+l.l+e (arbeiten und lernen an lippe und emscher) und der Stadt Gelsenkirchen, Wirtschaftsförderung, Team Frau & Wirtschaft.

  • Zum Arbeitskreis Gender gehören u.a. die Frauenarbeitsgemeinschaft Emscher-Lippe (FAGEL),  Frauenbüro der Stadt Gelsenkirchen,  Agentur für Arbeit, Gelsenkirchen,  Gleichstellungsbeauftragte Herten, DGB-Haus der Jugend, Gelsenkirchen, MINT-Circle, Gelsenkirchen, Jugend in Arbeit e.V., Recklinghausen Berufsfortbildungswerk des DGB, Gelsenkirchen.

 

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